Albert Bandura
Albert Bandura – zentrale Impulse für mentale Stärke
Albert Bandura zählt zu den einflussreichsten Psychologen des 20. Jahrhunderts. Seine Arbeiten bilden eine zentrale wissenschaftliche Grundlage für das Verständnis von Lernen, Motivation und mentaler Selbststeuerung.
Besonders prägend ist sein Konzept der Selbstwirksamkeit. Es beschreibt die Überzeugung eines Menschen, auch schwierige Situationen aus eigener Kraft bewältigen zu können. Diese innere Überzeugung beeinflusst maßgeblich, wie Ziele gesetzt werden, wie mit Rückschlägen umgegangen wird und ob Leistung unter Druck abgerufen werden kann.
Bandura zeigte zudem, dass Menschen nicht nur durch direkte Erfahrung lernen, sondern auch durch Beobachtung von Vorbildern. Lernen ist damit ein aktiver, kognitiver Prozess, bei dem Wahrnehmung, Bewertung und innere Überzeugungen eine entscheidende Rolle spielen.
Für den Sport bedeutet das: Mentale Stärke entsteht nicht allein durch Training oder Talent, sondern durch das Vertrauen in die eigene Kompetenz, durch positive Lernerfahrungen und durch gezielte mentale Strategien. Banduras Forschung macht deutlich, dass diese Fähigkeiten entwickelbar und trainierbar sind.
In seinem grundlegenden Fachartikel aus dem Jahr 1977 beschreibt Albert Bandura Selbstwirksamkeit als eine zentrale psychologische Einflussgröße menschlichen Handelns. Gemeint ist die Überzeugung, schwierige Anforderungen aus eigener Kraft bewältigen zu können.
Bandura zeigte, dass diese innere Überzeugung entscheidend beeinflusst, ob Menschen überhaupt ins Handeln kommen, wie viel Anstrengung sie investieren und wie lange sie trotz Rückschlägen und Belastungen dranbleiben.
Selbstwirksamkeit entsteht dabei nicht zufällig. Bandura identifizierte vier zentrale Quellen, aus denen sie sich entwickelt:
- eigene Erfolgserfahrungen,
- Beobachtung erfolgreicher Vorbilder,
- ermutigendes Feedback
- sowie die bewusste Wahrnehmung körperlicher und emotionaler Zustände.
Für mentale Stärke im Sport bedeutet das: Leistungsfähigkeit hängt nicht allein von Talent oder Training ab, sondern maßgeblich davon, wie sehr Sportlerinnen und Sportler an ihre eigene Kompetenz glauben. Diese Überzeugung lässt sich gezielt aufbauen und trainieren.
